Zukunft der Weiterbildung: „Lieber Computer, erkläre mir …“

Computerchips in unseren Körpern, Hologrammdarstellungen und Roboter, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. So sieht in vielen Science-Fiction-Filmen der Alltag aus. Was heute noch Science-Fiction ist, kann morgen schon Realität sein, denn die technische Entwicklung hat in den letzten Jahren tatsächlich immens zugelegt. Ein Trend, der auch an der Weiterbildung nicht spurlos vorbeigeht.

Wir wagen den Blick in die Glasku … pardon, das Hologramm und verraten Ihnen, wie die Weiterbildung 2050 aussehen könnte.

5 Technologien, die 2050 ganz normal sein könnten

1. Roboter ersetzt Trainer

Sie brauchen in der Zukunft nicht mehr für jeden Fachbereich einen neuen Trainer, denn die Arbeit wird von einem Androiden übernommen. Er ist Experte für mehrere 100 Fachgebiete, kostet Sie keine Anreise mehr und nimmt statt eines teuren Hotels auch mit der Abstellkammer vorlieb. Er erklärt geduldig auch die schwierigsten Zusammenhänge und geht gezielt auf die Fragen der Seminarteilnehmer ein. Er verfügt über menschliche Verhaltensweisen, kann Emotionen verstehen und sein Handeln auf die Reaktionen der Teilnehmer abstimmen.

Sie glauben nicht, dass Roboter in Zukunft so viel können? Dann schauen Sie mal, wie weit die Technologie heute schon ist.

2. Durchblick dank Datenbrille
Ihre Mitarbeiter sitzen während des Seminars an ihrem Lieblingsplatz, jeder einzelne von ihnen wird eine Datenbrille auf der Nase haben. Sobald der Roboter-Trainer beginnt, über ein bestimmtes Thema zu sprechen, erscheinen auf den Datenbrillen der Teilnehmer weiterführende Grafiken, Hintergrundinfos oder Bilder.

Ihre Mitarbeiter können durch Eye-Tracking entscheiden, welche Daten sie nutzen wollen, wozu sie noch mehr Informationen wünschen und was sie überspringen. Die Datenbrille ermöglicht außerdem spielerisches Lernen durch die direkte virtuelle Anwendung des neuen Wissens.

Mann mit Virtual Reality Brille

Sergey Galyonkin: „Orlovsky and Oculus Rift„, 15.02.2016 (CC BY-SA)Datenbrillen gibt es schon heute, ihr Funktionsumfang ist aber noch vergleichsweise gering.

3. Computerchips im Körper

2050 trägt man Computer nicht mehr nur in der Tasche, sondern auch unter der Haut. Die kleinen Chips werden in den Körper eingesetzt und senden Signale – sowohl an Datenbrillen als auch an das Gehirn. Sie werden bei Weiterbildungen mit dem neuen Wissen bespielt und überwachen, ob alle Teilnehmer den neuen Strategien folgen. Ist dies nicht der Fall, funkt der Chip nützliche Hinweise an das Gehirn oder die Brille Ihrer Mitarbeiter.

4. Perfekte Verhandlung dank Simulator

Ein wichtiges Verkaufsgespräch steht an und Ihr Mitarbeiter fühlt sich noch ein wenig unsicher. 2050 kann er in einen Simulator gehen, in dem er verschiedene Schwierigkeitsstufen für unterschiedliche Gesprächspartner einstellen kann. Der Simulator tritt als intelligentes Gegenüber auf und bereitet Ihren Mitarbeiter gezielt auf anstehende Verhandlungen und Meetings vor.

Die zielgerichtete Kommunikation mit dem Menschen ist eine der schwersten Aufgaben für Forscher: Worauf Sie dabei achten müssen, erklärt Ihnen das Karlsruher Institut für Technologie.

5. Die Stimme im Ohr

Wie der Babelfish bei „Per Anhalter durch die Galaxis“: Über einen kleinen In-Ear-Knopf haben Ihre Mitarbeiter immer einen persönlichen Roboter-Assistenten dabei. Die Stimme erinnert sie an Termine, erklärt, welche Materialien sie zu welchem Termin mitnehmen sollten und hilft kompetent weiter. Durch eine Small-Talk-Funktion beugt der Assistent zudem Langeweile auf dem Weg zum Termin vor. Auch Navigationssysteme werden überflüssig, denn die Stimme im Ohr kennt immer die beste Route zum Ziel.

Im Film „Her“ hat Joaquin Phoenix eine solche Assistentin bereits im Ohr. Was die Computerstimme Samantha alles kann und welche Auswirkungen das hat, können Sie bereits im Trailer sehen.

Die dargestellten Szenarien sind im Moment noch Zukunftsmusik, könnten aber in zwei oder drei Jahrzehnten völlig normal sein.

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