Was die Weiterbildung von YouTube lernen kann

Ein Blick auf die Mediennutzungsgewohnheiten der Deutschen zeigt, dass das Internet für einen Großteil der Nutzer selbstverständlich geworden ist:

  • 84 Prozent der 14- bis 29-jährigen Deutschen nutzen das Web mit Smartphone oder Tablet.
  • Bei den 50- bis 69-Jährigen liegt die Nutzung des mobilen Webs schon bei 35 Prozent.
  • 66 Prozent der Deutschen suchen im Internet, wenn sie sich über ein Thema informieren möchten.

(Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse, 2015)

Das ist doch ein alter Hut, werden Sie jetzt sagen. Doch obwohl das schon lange bekannt ist, hat die Weiterbildung bisher keine Antworten darauf gefunden.

Die neuen Lehrer aus dem Netz

Denn wenn man wissen will, wie etwas funktioniert, liegt es inzwischen nahe, auf YouTube danach zu suchen, statt darüber zu lesen oder eine Schulung zu besuchen. Ob „Orangen filetieren“, „Krawatte richtig binden“, „Yoga für Zuhause“ oder „Rezept Apfelstrudel“ – auf YouTube findet man kompetente Hilfe.

Das Angebot reicht von Privatpersonen, die per Handyvideo Kurzanleitungen und Tricks weitergeben, bis hin zu Spezialisten, die via Kommentarfunktion aktiv mit ihren Zuschauern im Dialog stehen. Selbst so renommierte Hochschulen wie Harvard, Stanford oder Oxford sind im Netz aktiv, indem sie Vorlesungen kostenlos zur Verfügung stellen.

Kurze, knackige Lernvideos sind problemlos und Schritt für Schritt zu bewältigen – zum Beispiel um so etwas Abstraktes wie die PQ-Formel zu verstehen. Auf dieselbe Weise lassen sich auch Verkaufstechniken erlernen oder Fachwissen zu Produkten vermitteln.

Das breite Angebot solcher Lernvideos und Wissensdatenbanken und die alltägliche Integration mobiler Geräte zum Wissenserwerb stimmen hoffnungsvoll. Die geänderten Lebensgewohnheiten ziehen jedoch weitreichende Konsequenzen nach sich – speziell für die Weiterbildung.

7 Nutzungsgewohnheiten, an die sich die Weiterbildung gewöhnen muss

  1. Heutige User profitieren von einem konstanten Strom von Informationen, der über kurz oder lang zu einem großem Wissens- und Erfahrungsschatz anwächst.
  2. Menschen, die sich einem Problem gegenübersehen, suchen nach einer schnellen und einfachen Lösung.
  3. Mitarbeiter wollen nicht erst auf die Lösung warten, sondern das Problem lösen und mit ihrer Arbeit vorankommen.
  4. Die Inhalte werden nicht mehr länger auswendig gelernt. Es reicht zu wissen, wo man die Inhalte wiederfindet.
  5. Der Wissenserwerb erfolgt in kurzen, kleinen Häppchen.
  6. Mitarbeiter suchen nach dem, was sie brauchen dann, wenn sie es brauchen.
  7. Die Inhalte werden zunehmend mit mobilen Endgeräten genutzt.

Diese Gewohnheiten stellen die Weiterbildung vor große Herausforderungen. Zukünftiges Lernen in Organisationen muss anders gestaltet werden als bisher üblich. Flexible und mobile Lernarrangements werden an Beliebtheit gewinnen.

Ein paar Beispiele: Videos und Tutorials erklären in wenigen Minuten, wie etwas funktioniert, private Firmen-Apps stellen kurze, interaktive Lernmodule bereit, sogenannte Learning-Nuggets werden den Mitarbeitern bei Bedarf per Whats-App zugeschickt …

Bestimmt gibt es auch in Ihrem Unternehmen viele mögliche Einsatzszenarien. Kommen Sie auf uns zu, wenn Sie die Möglichkeiten von Microlearning und Lernvideos in Ihrer Organisation evaluieren möchten.

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