Warum gedruckte Lernhefte noch lange nicht tot sind!

Zugeschlagenes Lernheft
in der Weiterbildung sind Moocs und Micro Learning derzeit besonders angesagt. Über gute, lernwirksame Lernhefte wird hingegen kaum diskutiert. Aber warum eigentlich?

Sind gedruckte Schulungsunterlagen tatsächlich irrelevant geworden? Von wegen!

Menschen haben nach wie vor ein besonderes Verhältnis zu gedruckten Unterlagen. Wie die aktuelle JIM-Studie herausgefunden hat, bewerten selbst jugendliche Leser die inhaltliche Qualität von Print-Material viel höher als die digitaler Medien. Auch ihren praktischen Nutzen schätzen viele: Man kann sie überallhin mitnehmen, sich leicht Notizen machen und außerdem ist es schön, mal nicht auf einen Bildschirm starren zu müssen.
Lernheft wird aufgeschlagen
Aufgeschlagenes Lernheft mit Anmerkungen
Wir raten stets dazu, Printmedien nicht aus dem Blickfeld zu verlieren. Denn wer seine Weiterbildungsstrategie ausschließlich digital ausrichtet, verpasst viele Chancen, um seine Mitarbeiter zu erreichen und zu motivieren.

Nutzen Sie gedruckte Skripte und Lehrmaterialien für Ihre Weiterbildungszwecke? Dann sollten Sie zusätzlich überlegen, ob diese auch auf dem neuesten Stand sind.

5 Merkmale, die gute gedruckte Lernmaterialien auszeichnen

1. Mit Grafiken und Symbolen Interesse wecken

Collage verschiedener Grafiken

Bilder und Grafiken bleiben im Kopf hängen. Mehr als 80 % aller Menschen sind visuell veranlagt, 11 % auditiv und 2 % haptisch. Eine anschauliche Informationsaufbereitung ist daher Pflicht, wenn man seine Zielgruppe wirkungsvoll und nachhaltig erreichen will.

2. Eine gute Verständlichkeit

Haben Sie schon mal etwas von James Joyce, Heinrich von Kleist oder Max Weber gelesen? Dann werden Sie dem Folgendem zustimmen: Lange Sätze mit zahlreichen Neben- und Konditionalsätzen machen jedem Leser das Leben schwer. Dass es auch anders geht, beweisen Autoren wie Joanne K. Rowling, Ernest Hemingway und Thomas Mann.

Was für Literatur gilt, gilt umso mehr für gedruckte Lehr- und Lernmaterialien. Denn für den Wissenstransfer ist eine gute Verständlichkeit das A und O. Zum Glück können bereits wenige Handgriffe den Lesefluss massiv erleichtern.

3. Hoher Alltagsnutzen

Schulungsunterlagen werden nur wahrgenommen und genutzt, wenn sie der Praxis entsprechen. Dabei kommt es auf Beispiele, den richtigen Ton und visuelle Anreize an. Denn die Aufmerksamkeitsspanne vieler Leser ist kurz.

Wichtige Kriterien für einen hohen Praxisnutzen sind:
  • Verbesserung der Ansprache des Lesers
  • Beispiele, Vergleiche, Praxisfälle …
  • Aufteilung des Gesamttextes in überschaubare Häppchen
  • Informationshilfen wie etwa Glossar, Checklisten, Stichwortverzeichnis usw.
  • Hervorhebungen, Merkposten, Stolpersteinen usw.

4. Hohe Lerneffizienz

Damit der Lernerfolg bei der Arbeit mit den Unterlagen garantiert ist, sollten sie „didaktisiert“ sein. Was nichts anderes bedeutet, als dass die Texte mit zahlreichen Lernhilfen angereichert sind. Damit unterstützen sie das Lernen ähnlich gut wie ein hochwertiges Seminar.

Elemente, die eine hohe Lerneffizienz garantieren:
  • Leitfragen, Mindmaps, Schritt-für-Schritt-Anweisungen
  • Einschätzungshilfe mit Auswertung und Lernhinweisen
  • Übungen und Wiederholungen
  • Merkhilfen wie Zusammenfassungen und Merkposten
  • Lernkontrollen wie Test- und Reflexionsfragen sowie Fragen zum Verständnis
  • Checklisten, Umsetzungsaufgaben, Umsetzungshilfen
5. Und nicht zuletzt: Ein modernes, lernwirksames Layout

Vier nebeneinander liegende Lernhefte

Das Ergebnis sind Lernhefte, die bei Mitarbeitern auf breite Zustimmung treffen. Denn anders als bei Apps und Lernprogrammen wird an Lernheften selten herumgemäkelt. Und falls doch, lassen sich diese mit minimalem Aufwand überarbeiten.

Sie sehen, das gedruckte Wort hat in der Weiterbildung noch lange nicht ausgesorgt.

Gern knöpfen wir uns auch Ihre Schulungsskripte vor und erstellen daraus moderne, lernwirksame Arbeitshefte. Kommen Sie auf uns zu.

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