So gestalten und managen Sie die betriebliche Gesundheitsförderung.

Stellen Sie sich vor, Sie gingen zum Arzt und dieser böte Ihnen ungefragt eine Auswahl von Tabletten an, unter denen Sie selbst wählen und die vielleicht irgendwie helfen könnten.

So ähnlich scheint die Situation in vielen Firmen und Behörden zum Thema Gesundheitsförderung zu sein. Es gibt eine breite Vielfalt an Maßnahmen – ohne Untersuchung, ob sie auch den gewünschten gesundheitlichen Effekt für die Mitarbeiter erzielen.

Folgende Fragen sind dabei offen:

  • Muss denn jetzt alles von Stressbewältigung über Führung bis zu Konfliktmanagement unter dem Label „Gesundheit“ laufen?
  • Wo endet eigentlich die „Fürsorgepflicht“ und beginnt die Eigenverantwortung der Mitarbeiter?
  • Erreichen wir mit den Kursen eigentlich die Richtigen oder tummeln sich in den Seminaren diejenigen, die ohnehin gesundheitsbewusst sind?

Die entscheidende Frage aber ist: Reichen die üblichen Angebote von A wie Autogenem Training bis Z wie Zumba?

1. Sprechen Sie die Richtigen an

Zielgruppe für Gesundheitsförderung

Es gibt Mitarbeiter, die weniger gesundheitsbewusst sind als andere, sich in einem „gefährlichen“ Alter befinden und eben deshalb die primäre Zielgruppe für Fördermaßnahmen wären. Diese Mitarbeiter werden Sie aber nicht mit gängigen Kursangeboten erreichen können.

Wichtig sind eine direkte Kommunikation, die richtige Ansprache und passende Angebote.

2. Arbeiten Sie bedarfsorientiert

Wo liegt der spezifische Bedarf bei welchen Zielgruppen und welchen Mitarbeitern? Wie sieht die Arbeitsumgebung aus? Wie steht der Mitarbeiter selbst zum Thema Gesundheit? Welche Punkte können sich langfristig negativ auf das Wohlergehen jeweiliger Mitarbeiter auswirken?

Ohne eine präzise Bedarfs- und Akzeptanzanalyse werden Sie nicht auskommen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie falsche Kurse für falsche Teilnehmer anbieten. Bei Zielgruppen können Sie mit Befragungen arbeiten, möglichst ergänzt durch Interviews, bei einzelnen Mitarbeitern nützt nur das Gespräch.

Mitarbeitergespräch

3. Setzen Sie auf Vielfalt

Kurse tragen zur Verhaltensänderung bei
Es ist nichts gegen Kurse zu sagen, wenn Sie bedarfsorientiert sind und zur Verhaltensänderung anregen. Doch es gibt auch andere Formen der Förderung, die das Angebot abrunden und die Wirksamkeit erhöhen:

  • Gesundheitszirkel – eine Reihe von Treffen zu Gesundheitsfragen
  • Gesundheitscoaching – individuelle Beratung und Unterstützung
  • Vorträge rund um die Gesundheitsförderung – je 60 Minuten zu ausgewählten Themen.

4. Überprüfen Sie die Wirkungen

Welche Wirkungen erbringen Ihre Maßnahmen zur Gesundheitsförderung? Welche Maßnahmen lohnen sich, welche nicht? Bei welchen Maßnahmen übertrifft der Aufwand den Nutzen?

Solche Fragen sind nicht leicht zu beantworten, aber sie sind notwendig. Schließlich investieren Sie Geld, Mühe und Zeit in die Gesundheitsförderung Ihrer Mitarbeiter und müssen natürlich wissen, ob sich die Investition auch lohnt.

Bitte denken Sie daran: Wirkungen sind nur nachweisbar, wenn Sie mit der Prä-Post-Methode arbeiten: Sie ermitteln vor Beginn der Maßnahmen den Ist-Zustand, definieren die zu erreichenden Ziele und überprüfen dann, ob Sie die Ziele auch erreicht haben.

Start und Ziel der Gesundheitsförderung

Broschüre: Gesundheitsmanagment

Die Infobroschüre erhalten Sie natürlich kostenlos.

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