Das Geheimnis von effizienten Schulungen.

„Wir müssten mal wieder eine Schulung zum Thema Kommunikation und Kooperation anbieten!“

Wie häufig haben Sie solche Sätze schon gehört? Und was haben Sie darauf erwidert? Die richtige Antwort wäre:

„Dann müssen wir erst einmal prüfen, wie groß der Bedarf tatsächlich ist und was genau die Mitarbeiter brauchen.“

Gruppe ermittelt Schulungsbedarf

Personen bauen Seminar aus Bausteinen zusammen
Schließlich wollen Sie wissen, woran Sie sind und nicht zehnmal ins Blaue schießen, um dann einen Zufallstreffer zu landen. Vielleicht finden Sie potenzielle Teilnehmer, die das Seminar mit diesen spezifischen Inhalten tatsächlich brauchen – aber eben nur vielleicht.

Schulungen sollten sich immer nach dem Bedarf der Mitarbeiter richten, nicht die Teilnehmer nach dem Angebot in der Schulung. Solange Sie diese Kehrtwendung nicht vollziehen, solange werden Ihre Qualifizierungsangebote nicht so effizient sein, wie sie sollten.

Was Sie tun können, um den Bedarf und nicht die Bedürfnisse zur Basis Ihrer Schulungen zu machen

1. Verschicken Sie vorab eine Erwartungsabfrage

Untersuchungen zeigen, dass eine Vorabfrage ein gutes Mittel ist, die Teilnehmerorientierung von Schulungen zu verbessern. Ideal dafür ist die Erwartungsabfrage. Die Teilnehmer benennen vorab Themenschwerpunkte, Erwartungen und Gründe für die Teilnahme an der Qualifizierung, der Dozent kann dann seinen Unterricht darauf abstimmen. Eine solche Erwartungsabfrage ist schnell ausgefüllt, einige Kreuze und Kommentare genügen.

Sie möchten wissen, wie eine Erwartungsabfrage aussehen kann? Hier Beispiel herunterladen!

2. Lassen Sie die Ziele benennen

Schulungen sollen helfen, Ziele zu erreichen. Die Ziele der Mitarbeiter müssen daher zur Grundlage für die Qualifizierungen gemacht werden. Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer ihre spezifischen Ziele vorab benennen. Dann kann der Trainer nicht nur die Schulung auf die Ziele ausrichten, sondern auch im Nachhinein überprüfen, ob die Ziele erreicht wurden. Ein Gradmesser, wie effektiv die Schulung tatsächlich war. Daraus folgt auch: Lassen Sie keinen Teilnehmer zu Schulungen zu, der vorab nicht seine Ziele benannt hat.

3. Arbeiten Sie mit Praxisaufgaben

Den Praxisbezug und damit den Transfererfolg von Schulungen können Sie deutlich steigern, wenn Sie die Teilnehmer bitten, sich vorab schon einmal mit dem Thema der Schulung zu beschäftigten. Gut geeignet sind zum Beispiel Beobachtungsaufgaben für den Berufsalltag. Die Teilnehmer werden so angeleitet, ihr Verhalten in bestimmten Situationen zu reflektieren und bringen diese Erkenntnisse ins Seminar mit. Im Zentrum steht dann nicht mehr die Wissensvermittlung, sondern die Reflexion der eigenen Arbeit und Zusammenarbeit. Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung Ihrer Schulungen.

4. Beziehen Sie die Führungskräfte mit ein

Was braucht der einzelne Mitarbeiter, um seine Leistungsfähigkeit zu halten und neuen Herausforderungen zu begegnen? Diese Frage interessiert auch Vorgesetzte. Deshalb sollte die Führungskraft das Gespräch mit dem Mitarbeiter suchen, um für ihn die beste Form der Qualifizierung zu finden.

5. Verzahnen Sie Qualifizierung mit Personalentwicklungsmaßnahmen

Letztlich kann Aus- und Weiterbildung nur wirksam sein, wenn sie als Teil der Personal- und Organisationsentwicklung verstanden wird. Personalentwicklung und Qualifizierung sollten deshalb Hand in Hand gehen. Personalentwicklungs-Maßnahmen werden nur durchgeführt, wenn die Aus- und Weiterbildung eingebunden ist – andersherum sollten keine Schulungen stattfinden, die keinen direkten Bezug zu Personal- und Organisationsentwicklungs-Maßnahmen haben.

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